Mittwoch, 22 Nov 2017
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Die Geschichte des österr. Pinschers

Am Beginn des vorigen Jahrhunderts lernte Emil Hauck bei seinen Reisen durch das damalige Österreich den Hofhund des Pinschertyps kennen. Diese, wegen ihrer Farbe oft Semmelhunde genannten Tiere, stimmten in ihren Formen fast völlig mit gefundenen Skeletten des Canis palustris überein.

Wegen der Gefahr der Verdrängung des Landpinschers durch andere moderene Rassen strebte Emil Hauck die Anerkennung dieses jahrtausende alten Hundetyps durch den ÖKV und die FCI an, was 1928 schließlich auch gelang. Genannt wurde diese neue Rasse, um ihre Herkunft anzugeben und eine Verwechslung mit dem Schnauzer (damals rauhaariger Pinscher) zu vermeiden, Österreichischer kurzhaariger Pinscher.


Anfangs wurde seine Zucht stark forciert, es konnte allerdings nie eine stabile Population aufgebaut werden. Sehr beliebt war die einzige österreichische Nicht-Jagdhunderasse allerdings nie und mit Beginn des 2. Weltkriegs setzte ihr erster Niedergang ein. Das führte soweit, dass in den 70iger Jahren, ausgelöst durch sehr geringe Welpenzahlen und steigende Inzuchtkoeffizienten, nur noch ein einziger fruchtbarer Pinscher übrig war: Diokles von Angern. Mit diesem Rüden und Landpinschern unbekannter Herkunft gelang es Fr. Therese Wochian und vorallem der Fam. Mangold (und noch einigen anderen engagierten Pinscherliebhabern), den Österreichischen Pinscher vor dem Aussterben zu bewahren. Es begannen sich auch Züchter aus dem Ausland für den Österreicher zu interessieren.